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Borderline-Persönlichkeitsstörung:

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Mut bedeutet Angst zu haben.

Und es trotzdem zu tun.

(unbekannt)

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Hilfe zur Selbsthilfe: Lerne mit Borderline zu leben

Auf den Unterseiten zeige ich dir verschiedene Möglichkeiten zu lernen mit der Anspannung und unkontrollierten Gefühlen der Borderline-Persönlichkeitsstörung umzugehen. Dabei stütze ich mich hauptsächlich auf DBT (dialektisch-behaviorale Therapie) von Marsha Linehan. Unterseiten sind folgende:

Die Therapieform bietet Hilfe zur Selbsthilfe: Betroffene von Borderline erlernen Fertigkeiten, die sie selbst anwenden können und die Regulierung von Emotionen unterstützt. DBT besteht aus fünf Modulen und integrieren den Anspannungsgrad:

Mir hilft die dialektisch-behaviorale Therapie sehr. Zum einen lernte ich mich und was in mir abläuft zu verstehen, zum anderen lernte ich einen guten Umgang damit zu finden. Weitere Dinge, die mir halfen mit Borderline zu leben, beschreibe ich unter meinen Rettungsankern. Ich wünsche Kraft und Mut, Geduld durchzuhalten, damit es euch ebenso hilft wie mir.

Alles Liebe,

eure Johanna

Borderline-Krise: Was kann ich tun, um mir selbst zu helfen?

Ein Leben mit Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine Achterbahnfahrt. Ich erinnere mich daran, wie ich vor Wut explodierte, in tiefe Löcher fiel, mich selbst so sehr entwertete - dabei hatte ich das Gefühl, überhaupt keine Kontrolle zu haben. Ich brach Beziehungen ab, isolierte mich im Zimmer und fühlte mich falsch.

 

Ich begann mit Gesprächstherapie, das half mir zu Beginn zumindest, jemanden zum Reden zu haben. Der Knackpunkt langsam Halt zu finden, lag jedoch mitunter in diesen Schritten:

Zunehmend merkte ich: Gegen innere Anspannung und Unwohlsein in jeglicher Form kann ich im Vorfeld schon gegensteuern. Dies benötigt sehr viel Übung und startet mit der Selbstbeobachtung. Statt mich abzuwerten, versuchte ich mit "Neugier zu erforschen" was wann und wie passierte:

  • Welches Gefühl spüre ich und spüre ich es? Dadurch konnte ich später früher erkennen, was in mir los war.

  • Was war der Trigger? Durch welchen Moment oder welche Kette an Ereignissen wurde dieses Gefühl ausgelöst?

  • Wie angespannt bin ich schon? So konnte ich die jeweiligen Maßnahmen zur Selbsthilfe wählen.

  • Was brauche ich jetzt, um bei mir zu bleiben und gut für mich zu sorgen?

Diese Beobachtung benötigt viel Zeit und Geduld. Ich profitierte jedoch sehr davon: In kleinen Schritten lernte ich, schwierige Situationen zunehmend zu handeln. Ich lernte, nicht explodieren oder mich selbst verletzen zu müssen. Langsam lernte ich destruktive Mechanismen ändern zu können und altes Verhalten in ein konstruktiveres wandeln. 

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Zum Verstehen eine Geschichte: Wie ich lernte mit Löchern umzugehen 

 

Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren.

… Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.

 

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

 

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle schon wieder hinein…
aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine Schuld.
Ich komme auch sofort wieder heraus.

 

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich gehe darum herum.

Ich gehe eine andere Straße.

 

geschrieben von Sogyal Rinpoche, gefunden auf lebeart.de (Abrufdatum: 12.10.21, 6:43 Uhr)

Alles Liebe,

deine Johanna