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Borderline Betroffene: Wie du lernen kannst, stabiler mit dir zu leben

  • Autorenbild: johanna
    johanna
  • 18. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn du selbst mit Borderline lebst, kennst du wahrscheinlich dieses innere Spannungsfeld: Du fühlst viel. Sehr viel. Und gleichzeitig bist du oft erschöpft davon, wie intensiv alles ist.


Viele Borderline Betroffene beschreiben genau das: Emotionen kommen schnell, stark und manchmal überwältigend. Beziehungen fühlen sich existenziell an. Nähe kann Halt geben – und gleichzeitig Angst machen. Rückzug kann entlasten – und sich trotzdem leer anfühlen.


Wenn du das hier liest, ist mir eines wichtig, gleich zu Beginn klar zu sagen:

👉 Du bist nicht „zu viel“.

👉 Du bist nicht kaputt.

👉 Und du bist mehr als deine Diagnose.


Borderline Betroffene und Stabilität

Borderline bedeutet nicht Instabilität – sondern hohe Sensibilität


Borderline wird oft über Symptome beschrieben:

  • Impulsivität

  • emotionale Instabilität

  • Beziehungsschwierigkeiten.


Was dabei häufig verloren geht, ist der Blick auf das, was darunter liegt. Viele Borderline Betroffene haben ein sehr feines Nervensystem.


Sie nehmen Stimmungen, Spannungen und Zwischentöne schneller wahr als andere. Das ist keine Schwäche – es ist eine Form von Sensibilität.


Das Problem entsteht nicht durch das Fühlen an sich,sondern dadurch, dass Regulation oft früh gefehlt hat oder unterbrochen wurde. Emotionen sind dann nicht einfach da – sie übernehmen den ganzen inneren Raum.


Warum es sich manchmal anfühlt, als würdest du dich verlieren

Viele Betroffene erleben innere Zustände wie:

  • plötzliche innere Leere

  • intensive Angst vor Nähe oder Verlust

  • starke innere Anspannung

  • das Gefühl, sich selbst nicht mehr zu spüren


Das kann beängstigend sein. Und oft kommt noch ein zweiter Stress dazu: der Druck, „normal“ funktionieren zu müssen.


Doch Stabilität bedeutet nicht, nichts mehr zu fühlen. Stabilität bedeutet, mit dem, was da ist, handlungsfähig zu bleiben.


Stabilität beginnt nicht im Außen

Ein häufiger Wunsch von Borderline Betroffenen ist: Wenn sich die anderen anders verhalten würden, wäre ich ruhiger. Das ist nachvollziehbar – und gleichzeitig zu kurz gedacht. Denn echte Stabilität entsteht nicht durch perfekte Umstände,sondern durch innere Verlässlichkeit.


Das heißt:

  • dich selbst besser wahrzunehmen

  • frühe Signale ernst zu nehmen

  • dich nicht erst dann zu kümmern, wenn alles kippt

Stabilität ist kein Zustand. Sie ist ein Prozess, der gelernt werden kann.


Wenn du das Gefühl hast, du bist allein - wir sind viele!

Ein einfaches SOS-Tool bei innerer Anspannung

Wenn du merkst, dass etwas kippt, aber noch nicht genau weißt, was los ist:

👉 Leg eine Hand auf dein Herz oder dorthin, wo es sich stimmig anfühlt.

👉 Frag dich leise: „Was brauche ich gerade?“


Oft geht es in diesen Momenten um eines von drei Dingen:

  • Beruhigung

  • Rückzug

  • einen inneren oder äußeren Raum von Sicherheit


Das ist kein Versagen. Das ist Selbstwahrnehmung. Und sie ist ein zentraler Schlüssel für Borderline Betroffene.


Warum viele Betroffene trotz Wissen nicht stabiler werden

Vielleicht hast du schon viel gelesen. Vielleicht kennst du Begriffe, Modelle, Erklärungen.


Und trotzdem merkst du:

👉 Im Alltag ist es anders.


Das liegt nicht daran, dass du dich „nicht genug anstrengst“. Sondern daran, dass Wissen allein nicht reguliert.


Was es braucht, ist:

  • Übung in einem sicheren Rahmen

  • Wiederholung

  • Begleitung

  • Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben


Stabilität entsteht nicht im Alleingang.


Du darfst Unterstützung annehmen – ohne dich zu erklären

Viele Borderline Betroffene haben gelernt, sich zusammenzureißen. Oder sich zu schämen, Hilfe zu brauchen. Doch Unterstützung anzunehmen bedeutet nicht, schwach zu sein. Es bedeutet, für dich Verantwortung zu übernehmen.


Nicht, um dich zu „reparieren“. Sondern um mit dir leben zu lernen – auf eine Weise, die dir guttut.


„Stabil durch die Wellen“ – eine Gruppe für Borderline Betroffene

Genau aus diesem Gedanken heraus ist die Online-Gruppe„Stabil durch die Wellen“ entstanden. Sie ist ein geschützter, verbindlicher Gruppenraum für Menschen,die selbst mit Borderline leben und sich mehr Stabilität im Alltag wünschen.


Dort geht es nicht um:

  • Selbstoptimierung

  • schnelle Lösungen

  • oder Bewertungen


Sondern um:

  • Selbstwahrnehmung

  • Regulation

  • Austausch auf Augenhöhe

  • und das schrittweise Entwickeln innerer Sicherheit


👉 Hier findest du alle Infos zur Gruppe „Stabil durch die Wellen“:https://www.i-borderline.at/post/online-gruppe-zu-borderline


Du bist mehr als deine Diagnose

Als Borderline Betroffene*r hast du viel erlebt. Viel gefühlt. Viel getragen.

Du darfst lernen, dir selbst ein sicherer Ort zu werden – in deinem Tempo, mit Unterstützung und ohne Druck.


Wenn du spürst, dass du nicht allein weitergehen möchtest,bin ich gern ein Stück an deiner Seite.


Herzlich

Johanna


 🌊Erfahrungsexpertin für Borderline

 
 
 

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