Erfahrungen & Bewertungen zu johanna-laengle
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  • Borderline und Beziehung: Mein Buch

    Menschen mit Borderline sind beziehungsunfähig? Stimmt nicht! Beziehungen zu führen ist für Menschen mit Borderline und anderen psychischen Erkrankungen nicht einfach - ebenso wenig für ihre Angehörigen - aber es ist möglich! Co-Abhängigkeit, Beziehungsunfähigkeit, Angst vor Nähe, Ohnmacht, emotionale Abhängigkeit Das sind mitunter Thematiken, die in der Beziehungsdynamik auftauchen können. Weitere Stichworte tauchen bei Anfragen an mich immer wieder auf: Kontaktabbruch bzw. Beziehungsabbruch Nähe-Distanz bzw. On-Off beziehungsunfähig bzw. können Borderline lieben Manipulation bzw. Fremdgehen toxische Beziehungen bzw. Borderline seien gefährlich für Mitmenschen Oft fühlen sich Angehörige hilflos und unverstanden, bekommen zu wenig Hilfe. Dabei zeigen Studien, dass das Einbeziehen der Angehörigen und die Unterstützung zu einem guten Umgang der Genesung von Betroffenen hilft. Meine Erfahrungen teile ich übrigens unter Borderline und Freundschaft und Borderline und Liebe. Borderline und Beziehung: Kontaktabbruch, On-Off, toxische Beziehung Gleichzeitig herrscht bei Menschen mit Borderline ein großes Unverständnis und Stigma hinsichtlich ihren Verhaltensweisen vor. Das verstehe ich sehr gut, doch gleichzeitig ist es mir wichtig hervorzuheben: Hinter dem Verhalten stecken sehr oft tiefe und unaushaltbare Verletzungen. Der Umgang damit erscheint sehr destruktiv, doch ermöglicht Betroffenen ein Überleben und Aushalten von eigentlich Unaufhaltbarem - dem Trauma. In "Umgang in Beziehungen" zeige ich, was hinter Selbstverletzung und der Zerstörung steckt, damit Angehörige und Interessierte das besser verstehen können. In diesem Büchlein beschreibe ich die Beziehung einer Frau mit Borderline-Persönlichkeitsstörung. Anhand einer liebevollen und leicht verständlichen Erzählweise zeige ich LeserInnen, wie trotz einer Erkrankung eine gute Beziehung funktionieren kann. Ich zeige wichtige Tipps zum Umgang in einer Freundschaft oder Liebesbeziehung und biete eine einfache Hilfe für PartnerInnen. Borderline-Beziehung: How-To für eine authentische und gute Beziehung Ich eröffne in dem Buch auf anschauliche und leicht verständliche Weise eine How-To-Anleitung für Beziehungen. Dabei zeige ich sehr achtsam und liebevoll, was hinter den destruktiven Verhaltensweisen stecken könnte. mit liebevollen Illustrationen einfache Sprache für Betroffene, Angehörige, FachexpertInnen psychologische Selbsthilfe einfach gemacht mit Nachwort der Autorin Johanna, Gründerin von www.i-borderline.at Bücher zu Borderline: Umgang mit Gefühlen Ich bin die Autorin der Serie "Das Monster und die Liebe" und lernte mit meiner psychischen Erkrankung, der Borderline-Persönlichkeitsstörung, meinem Trauma und den Schwierigkeiten bei Beziehungen umzugehen. Durch viele Konfrontationen mit mir selbst schaffte ich mich zu stabilisieren und einen konstruktiven Umgang mit unangenehmen Gefühlen zu finden. Dabei durfte ich lernen: Was wir zulassen und ansehen - sei es Trauer, Wut, Überforderung, Selbsthass oder Ohnmacht, zeigt sich und zeigt uns: Alles arbeitet für uns, auch wenn ihr es manchmal noch nicht verstehen. Das Buch ist eine ideale Eigenlektüre und eignet sich ebenso gut als Geschenk. Viel Freude beim Lesen und Schenken!

  • Borderline-Buch: Umgang mit negativen Gefühlen

    Du bist nicht gut genug! Du bist wertlos. Dein Leben sinnlos? Schluss damit! Die ultimative Bilderbuchgeschichte gegen "schwierige Anteile" Kennt ihr diesefrustrierende "Du bist nicht gut genug"-Stimme? In meinem schönen Buch "Das Monster und die Liebe - Umgang mit negativen Gefühlen" beschreibe ich auf leicht verständliche, anschauliche Weise, wie man sich mit dem zermürbenden "inneren Feind" auseinandersetzt. Spoiler: Dabei zeige ich sehr achtsam und liebevoll, was dahinter steckt! :) Mein Umgang mit Borderline-Anteilen: Hauptcharaktere sind Elise - Sie wird immer wieder in ihre Gefühlswelt hineingesogen, isoliert sich in ihren dunklen Löchern und ist ratlos. Der weise Baum - Mit ihm bespricht Elise, was sie tun könnte. Wie soll sie damit umgehen? Frank (auf englisch, wie [Fränk]): Elise stellt sich einem inneren Anteil und trifft dabei einen weiteren. Die Liebe. Dieses humorvolle Trio hilft Elise einen vergrabenen, traurigen Teil von sich selbst wieder anzusehen und ihren Blick darauf zu ändern. How to: Schwierige Lernprozesse einfach erklärt Bisher empfehlen dieses Buch 100 % der Personen, die es gelesen haben. Drei Feedbacks lauten: "Das Buch ist so leicht verständlich und man lernt viel für sich selbst dabei." (Daniel, 33) "Was PsychologInnen kompliziert sagen, ist so leicht nachvollziehbar in deinem Buch." (Florian, 32) "Ich bin so berührt - spitze, Johanna." Mama Wie komme ich zu diesem psychologischen Schmankerl? Über diesen Link bei Amazon: https://amzn.to/3NxhsJr Amazon-GegnerInnen können bei mir per Mail bestellen (Obacht: Versandkosten) Ich freue mich auf eure Feedbacks und Rezensionen zum Buch - denn die helfen mir sehr mehr Menschen zu erreichen! Alles Liebe Johanna von i-borderline.at Fragen? Kooperationen? Vorträge? Lasst uns gemeinsam über mentale Gesundheit, über psychische Krankheit sowie Hoffnung und Heilung reden. Bei Interesse an oben genanntem, meldet euch unter i-borderline@gmx.at

  • Wer hatte mal eine Borderline-Freundin? Reif für die Psychiatrie!

    Diese Frage las ich heute bei Quora. Und ich kann "reif für die Psychiatrie" gut nachvollziehen. Scrollt man durch Borderline-Themen findet man Aussagen, wie "Borderliner zerstören dein Leben", "Lass bloß die Finger von denen", "beziehungsunfähig und voller Hass" oder "Beschäftige dich nicht mit Psychopathen". Das Stigma ist groß. Deswegen bin ich immer ganz froh über solche fragen - da kann ein wenig aufklären :) So schrieb ich: Ich bin und war eine "Borderline-Freundin" - ich habe und hatte sehr tiefe, schwierige und wunderschöne Beziehungen. Meine Ex-Freunde sind heute meine besten Freunde, sie verstehen sich selbst gut miteinander. Mein jetziger Freund und ich haben eine wunderschöne und gute Beziehung. Wie das? Meine Freunde schafften es - und dafür schätze und liebe ich sie - mich hinter der Krankheit zu erkennen. Denn ich bin ein liebevoller Mensch, durch frühe Traumata lernte ich Strategien, um das Leben auszuhalten, die sowohl mir als auch meinem Umfeld schadeten. Doch es waren eigentlich "gesunde" Überlebensstrategien, die in sehr ungesunden Situationen entstanden. Mein Umfeld spiegelte mir mein Verhalten: "Johanna, ich habe das Gefühl, du bist sehr angespannt", "Ich bin für dich da und ich unterstütze dich und gleichzeitig möchte ich nicht, dass du so mit mir redest" etc. Ich arbeitete sehr viel an mir - diese Inputs nahm ich sehr ernst und versuchte, neue Strategien zu erlernen. Das destruktive in etwas Gutes umwandeln - zB meine Anspannungen, die ich durch selbstschädigendes Verhalten löste, durch Sport wie wandern und radeln loszuwerden. Mein Umfeld hatte sehr viel Geduld mit mir, denn Dieser Prozess dauerte sehr, sehr, sehr lange - nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil ich meine Traumata gleichzeitig aufarbeiten musste. Ich musste viel Schmerz und viel Trauer nochmals durchleben, um nun lieben zu können und: mich endlich lieben zu lassen. Wenn du dich reif für die Psychiatrie fühlst und dir deine Freundin gleichzeitig wichtig genug ist, empfehle ich dir, suche dir Hilfe: Wie kannst du selbst gesunde Grenzen setzen? Wie kannst du da sein, ohne dich komplett hinzugeben oder ausnützen zu lassen? Wie kannst du Dinge, die dich nicht betreffen - da du oft Projektionsfläche bist, nicht persönlich nehmen? Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft - du kannst auf meiner Homepage über die Persönlichkeitsstörung mehr zu Beziehungen und Liebe mit Menschen mit Borderline nachlesen. Nach meiner Erfahrung haben Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung so oft etwas so Authentisches und Liebenswertes in sich - wenn man das sehen kann. Liebe Grüße Johanna

  • Helft der Borderline-Forschung

    Ihr wollt Wissen und Erfahrung zu Borderline vorantreiben? Dann könnt ihr jetzt ein wichtiger Teil davon werden! Das Forscherteam der Medical School Hamburg, Bereich klinische Psychologie und der Charité, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie kontaktierte mich. Sie machen aktuell eine wissenschaftliche Online-Studie zu Borderline. Ziel ist es zu untersuchen, wie rasch Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung Gewohnheiten verändern können, welche nichts mit dem Störungsbild zu tun haben. Dafür haben sie sich entschieden, die Anforderungen der Pandemie z.B. Maskenpflicht, Abstände einhalten etc. über die letzten 2 Jahre abzufragen. Bei einigen sind diese Verhaltensweisen nun schon zu einer neuen Gewohnheit geworden, bei anderen noch nicht. Du willst mitmachen? Dann mach's ganz einfach mit dem QR-Code! Das Forscherteam möchte untersuchen, ob die Bildung neuer Gewohnheiten bei Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung gleich schnell, langsamer oder vielleicht sogar schneller möglich ist. Das hätte nämlich einen Einfluss auf die Vorgehensweise in der Psychotherapie. Gerade in der Therapie von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die Förderung neuer, gesunder Gewohnheiten häufig eines der Primärziele. Daher möchten sie mit der Studie einen Beitrag zur Planung der entsprechenden Psychotherapie leisten. Link zur Studie: https://cj2302.customervoice360.com/uc/msh-ms-22042511/6a5f/ Zur Arbeitsgruppe: Arbeitsgruppenleiter ist Prof. Dr. Thorsten Kienast, Professor für klinische Neurowissenschaften und tätig in der Psychotherapieforschung und Dopaminforschung sowie wissenschaftlich tätig an der Charité Campus Mitte, Mitausrichter des ESSPD Kongresses in Berlin 2010. Danke für eure Teilnahme und Mithilfe, eure Johanna

  • Das Spiel zur Borderline-Persönlichkeitsstörung: Side by side

    Side by Side sensibilisiert spielerisch für das Thema Borderline-Persönlichkeitsstörung. Entwickelt wurde es für Betroffene und Freunde von Betroffenen, Angehörige, aber auch Therapeuten und Fachexperten von Till Meyer, Ron Bild und Sabine Thiel. Sabine Thiel ist Heilpraktikerin (Psychotherapie) und spezialisiert sich auf die Borderline-Störung. Sie baute mitunter das Borderline-Netzwerk auf und entwickelte das Projekt "Der rote Hut - eine Fototherapie" sowie das Projekt "Kriegsenkel - Traumata von Generation zu Generation". Der trialogische Ansatz des Spiels hilft allen Beteiligten, mehr über sich selbst und die Erkrankung zu erfahren. Tipps und Wünsche von Betroffenen und Angehörigen wurde bei der Konzeption einbezogen. Das Spiel Side by Side könnt ihr bei Spielebetrieb kaufen. Das Spiel für Borderline - Wie man spielt Das Spiel für Betroffene, Angehörige, Fachexperten sowie alle Interessierte von Borderline enthält mehrere Teilspiele: Vulkan Transfer Achterbahn Botschaften erkennen Vor-Urteile Skills Bilder Je nach Interessensgebiet wird ein Teilspiel, mehrere oder alle gespielt. Alle Spieler nehmen eine Spielfigur, die sie passend zu ihrer Persönlichkeit wählen. Während des Spiels werden unterschiedliche Rollen eingenommen: Einmal ist man der Betroffene, dann in der Position des Therapeuten oder Angehöriger von Betroffenen. In diesem Prozess lernen alle Beteiligten Antworten auf die Fragen nach Therapieformen Schwierigkeiten im Leben mit einer Borderline-Erkrankung Besondere Fähigkeiten von Betroffenen Ziel des Spiels Side by Side ist es, einen Raum zu schaffen, indem man sich austauschen, zeigen, mitteilen sowie schwierige und gute Situationen aufzeigen kann. Dabei soll der Fokus auf gemeinsamem Spaß liegen, bestenfalls mit einer Prise Selbstironie - verbissener Ernst ist nach den Spieleentwicklern definitiv kein Ziel! Meine Meinung: Mir gefällt der spielerische Zugang zu diesem schwierigen Thema. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Beziehungen mit Borderline für mich einfacher wurden, umso mehr ich mein Umfeld aufklärte, was eigentlich in mir los war. Das half mir zunehmend, nicht verbergen zu müssen, wenn ich innerlich kämpfte. Es half meinen Freunden und Familie, diese Kämpfe besser zu verstehen. Den trialogischen Ansatz finde ich super: Seit ich mit i-borderline.at arbeite und auch Vorträge halte, bemerke ich teilweise gegenüber der Krankheit Borderline eine Ohnmacht und eine vorgefertigte, stigmatisierte Meinung. Durch meine Arbeit will ich dem entgegenwirken und entdecke in dem Spiel die gleiche Wirkung. Ebenso merke ich, wie wichtig die Zusammenarbeit Betroffener, Angehöriger und Therapeuten für eine gute Entwicklung ist. Das Spiel Side by Side könnt ihr bei Spieltrieb kaufen. Ich kann es euch empfehlen und wünsche euch viel Spaß damit :) Liebe Grüße, eure Johanna

  • Borderline-Persönlichkeitsstörung und AD(H)S - Studie: BITTE MITMACHEN

    Ihr Lieben, wir brauchen EURE Hilfe, 20 Minuten für die Forschung zu AD(H)S und Borderline: Sarah schreibt ihre Masterarbeit über Fehldiagnosen von AD(H)S und BPS: "Warum habe ich das Thema gewählt? Viele in meinem Nahumfeld sind betroffen und alle eint die Tatsache, dass die Diagnose sich über Jahre gezogen hat. Zum Teil auch erhebliche Fehlbehandlungen, wie Medikamente gegen Depression, die die Reizschwelle senken, also man noch stärker für Reize offen ist." Ihr Ziel: Diagnostische Instrumente auf den Prüfstand stellen --> ableiten, was verbessert werden kann und dann hoffentlich bei einer Dissertation bessere diagnositsche Instrumente herausarbeiten. Ich finde das absolut UNTERSTÜTZENSWERT und bitte um eure MITHILFE. Nehtm anonym an der Studie teil und helft das Angebot zu verbessern: https://umfrage.sbg.ac.at/index.php/444457?lang=de Ich danke euch herzlich, alles Liebe Johanna

  • Entstigmatisierung psychischer Krankheiten: Gespräch im Trialog

    Mittwoch Abend, 18.30 - der Trialog beginnt. Was das bedeutet? Angehörige, Betroffene und Fachleute (wie Ärzte, Therapeuten, Pflegepersonal ....) treffen sich, um psychische Erkrankungen zum Thema zu machen. Wie es zugeht? Es gibt ein Thema, zu dem dann aus den unterschiedlichen Perspektiven Erfahrungen beigetragen oder Fragen gestellt werden. Es ist ein Erfahrungsaustausch, keine Diskussion oder Beratung. Auf "Augenhöhe", d.h. keiner sollte höher gestellt werden als der andere. Jeder Beitrag ist gleich wichtig. So lernt man voneinander, miteinander. Heute bin ich das erste Mal dabei. Wie das für mich ausschaut? Mit dem Handy logge ich mich via Zoom in das Meeting am. Ich nahm mir vor, konzentriert und voll bei der Sache zu sein, doch es fällt mir schwer, den Inhalten zu folgen. Ich bin ein visueller Typ, ich sehe gerne Folien oder zumindest Anhaltspunkte, die wir in den nächsten 1,5 Stunden durchgehen. Es sind 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eine Hauptleiterin und etwa vier Co-Moderatoren. Worum geht es? Das Thema lautet: Wie kann ich mit wem und wo reden, wenn es mir schlecht geht. Das klang für mich nicht besonders spannend, es klang so "unspektakulär". Meinem reizüberfluteten Gehirn fehlte der "Thrill" an der Sache. Dennoch wollte ich mir das Format ansehen. Warum ich mir das Format ansehen wollte? HPE ist ein Verein für Angehörige psychisch Erkrankter. Omnibus ist ein Verein für Betroffene von psychischen Störungen. Gemeinsam mit Psychiatern, klinischen Psychologen, Sozialbetreuern bildet der Trialog ein Format zur Aufklärung. Durch die unterschiedlichen Perspektiven unterstützt man sich gegenseitig, versteht besser. Ein gemeinsames Ziel ist die Entstigmatisierung und Ent-Tabuisierung sowie Sensibilisierung für psychisch Krankheiten. Eine Mutter erzählt beispielsweise offen, wie schwierig es für sie mit ihrem bipolaren Sohn hinsichtlich der ärztlichen Schweigepflicht ist - gar keine Auskunft zu bekommen und nur zu wissen, dass er wieder "eingeliefert" wurde. Eine Betroffene spricht darüber, wie sich "Freunde" abwenden, nachdem sie ihre psychische Krankheit offen anspricht. Die Fachärztin gibt Tipps, wie Eltern über die Schizophrenie ihres Sohnes sprechen können und sich gleichzeitig trotzdem schützen. Psychische Erkrankungen und meine Borderline-Persönlichkeitsstörung Beim Zuhören werde ich zunehmend unruhig. Ich kann mich kaum konzentrieren und mich nicht wirklich einlassen. Das nervt mich, denn eigentlich empfinde ich großen Respekt für die Anwesenden. Ein Teilnehmer, er ist Betroffener, erzählt immer wieder über seine Erfahrungen und ich merke: Der hat was zu sagen. Der weiß, wovon er spricht - von ihm kann ich lernen. Etwa 30 Minuten vergehen, ich zapple vor dem PC, verliere ich mich immer wieder in Gedankenkonstrukten und bin angespannt. Ich halte inne - Johanna - Stopp, was ist wirklich los? In diesem Moment weiß ich es: Ich bin krank, ich habe eine Persönlichkeitsstörung und ganz ehrlich - mir geht es heute nicht gut. Die ganze Woche fühle ich mich so hässlich, dass ich nicht vor die Türe mag, ich möchte nicht, dass mich jemand sieht. Mein Leben fand ich bis gestern absolut sinnlos - heute akzeptiere ich es. So geht es mir gerade und ich sitze vor dem Bildschirm, wo genau das thematisiert wird. Natürlich wehrt sich in mir ein großer Teil und zwar der, der sagt: "Sei jetzt still, alles halb so wild, tu nicht so und reiß dich zusammen. Scheiss-psychische-Krankheiten, tu nicht so." In diesem Moment der Ehrlichkeit spüre ich sie wieder - die Traurigkeit, den Schmerz, den ich die ganze Zeit wegdrücken wollte. Mit Ex-Freund-Stalken, Fernseher, zappeln und Gedankenkonstrukten. Dabei wäre vor mir, auf einem 4x6 Zentimeter Bildschirm am handy eine Gruppe, die offen darüber redet, wie es ist, Stimmen zu hören, mal nicht mehr leben zu wollen, Hoffnung zu verlieren. Ich sehe mir die verschiedenen Gesichter an und sehe: Die Mutter, die aufklären will und über gemeinsame Erfahrungen stärken will. Ich sehe den Betroffenen, der zeigen will "ich lebe damit, das geht" und dann die Ärztin, die sagt, ein kaputtes Knie bedarf auch einer Behandlung - so ist es mit psychischen Krankheiten. Authentisch und offen reden, wie es ist: Der Umgang mit psychischen Erkrankungen In mir wird etwas ruhiger, nach diesem Moment der Ehrlichkeit kann ich besser folgen. Ich höre Paul zu, der über seine Schizophrenie redet und wie dankbar er für das Format Trialog ist. Er bedankt sich bei der Leitung für die Hilfe, die sie ihm bereits waren. Ein Neuzugang berichtet, wie schwierig es ist, mit der Familie offen zu reden. Ich vermute, dass sie sich in diesem offenen Rahmen vielleicht aufgefangen fühlen kann. So geht es mir, spüre ich - unbewusst hebe ich in diesem Moment die Hand. Die Leiterin spricht mich an: "Johanna, ich sehe, du hebst die Hand, möchtest du etwas sagen?" Erschrocken fahre ich zurück und will energisch den Kopf schütteln, doch halte inne. Mein Mund verselbstständigt sich. "Ich habe die Diagnose Borderline. Seit etwa 15 Jahren mache ich Therapie.“ Ich stocke, doch rede weiter. "Langsam lerne ich, damit umzugehen. Im August war ich auf einer Fortbildung. Der Leiter war Psychotherapeut, obwohl ich ihn sehr schätze, redete er immer wieder darüber, wie schwierig Borderline-Patienten sind. Ich dachte ich stehe drüber - am letzten Tag ging ich nach Hause und weinte nur. ich merkte, dass es mir jedes Mal weh tat, wenn er BorderlinerInnen als unzumutbar betitelte. Mein Schritt aus dem Loch war mich Hinzusetzen und eine Website zu machen über Borderline und darüber zu sprechen.“ Ich sehe noch immer vor mir, wie traurig ich mich damals fühlte, weil Borderline so abgestempelt wird. Ich rede weiter: "Ich merke, seither versuche ich auch dazu zu stehen. Ich sage: Ich lebe mit Borderline. Mit der Persönlichkeitsstörung fühlte ich mich immer unzumutbar, als Psycho, ich hatte mich nicht unter Kontrolle. Wenn ich jetzt sage, ich lebe mit Borderline, will ich zeigen: Ich lebe damit und ich bin kein Psycho. Ich möchte Personen, die sich auch gerade unzumutbar und als Psycho fühlen zeigen, du kannst damit leben lernen. Menschen, die Borderline als unzumutbare Psychos sehen, möchte ich zeigen: Ich stehe hier vor dir, mit der Persönlichkeitsstörung. Und du kannst mit mir ganz normal reden, weil ich zumutbar bin." Borderline, Depressionen, Schizophrenie: Gleichgesinnte helfen gleich Gesinnten Ich bedanke mich fürs Zuhören und für die bisherigen Beiträge. Ich sage, wie wichtig ich dieses Format finde, denn ich spüre: Wow, tut das gut. So offen zu reden, ohne Verurteilung, ohne Verachtung, ohne Ohnmacht. Über Borderline, Depressionen und Schizophrenie, Psychosen zu reden ohne Angst zu haben, dass das Gegenüber sich abwendet. Eine Ärztin bedankt sich bei mir und sagt, es benötige dazu auch eine Stabilität, so zu sich stehen zu können - ebenso sei es wichtig zu sehen, ich habe Borderline und NICHT: ich bin Borderline. Eine klinische Psychologin fügt an, dass sie das "Mit-der-Diagnose-zu-sich-stehen" unabhängig vom Fortschritt sehe. Manche möchten es sagen, manche nicht und das sei okay. Stabilität: Wie ich Borderline sehe und jetzt damit umgehe Das Wort "Stabilität" reibt an mir: Ich bin noch nicht stabil. Was bedeutet stabil? Ich hatte immer wieder Momente, wo ich dachte, endlich ist Borderline vorbei. Ich setzte Medikamente ab, beendete Therapien. Borderline zeigte sich mir immer wieder in unterschiedlichen Facetten. Ich bin Johanna und da ist Borderline in mir, wir werden uns immer wieder begegnen. Wir leben sozusagen "im gleichen Haushalt". Doch mein Umgang damit kann sich ändern. Ich habe nicht mehr so große Angst wie damals vor meinen Anfällen, weil ich sie nun besser kenne. Ich kann meiner Wut sagen, ich sehe dich, wir müssen nicht durchdrehen. Und manchmal liege ich dann doch im Bett und will sterben, hoffentlich werde ich aber immer nach dieser Phase aufstehen - bisher tat ich es. Zu meiner Borderline-Erkrankung zu stehen ist für mich kein Grad von Stabilität, sondern ein Teil der Heilung. Ich versuchte mein Leben lang mich als die tolle, starke Frau zu präsentieren. Letztlich landete ich immer suizidal im Bett. Ich bin an einem Punkt an dem ich weiß, ich kann mich nicht mehr anlügen, um zu (über-) leben. Ich habe Borderline, es ist ein Teil von mir und manchmal ist es deswegen für mich sehr schwierig. Ich sage: "Ich habe Borderline", weil mit jedem Mal, da ich es sage, etwas in mir heilt. Der Teil, den ich immer verleugnete: Tu nicht so, reiß dich zusammen, Scheiss-psychische-Krankheiten. Ich will zu mir stehen und das bedeutet auch, zu meiner Persönlichkeitsstörung zu stehen. Trialog für Betroffene, Angehörige psychischer Erkrankungen: Gemeinsam aufklären und entstigmatisieren In diesen 1,5 Stunden Trialog komme ich zu mir. Nachdem die Gruppe fertig ist, spüre ich, dass ich mich wieder entspannter fühle. Vor allem der Betroffene, der zeigte, man kann damit leben, motiviert mich. Ich werde das nächste Mal vermutlich wieder teilnehmen. Mittwoch Abend, 20.30 - der Trialog und mein Bericht sind fertig. Was das bedeutet? Ich bin berührt, dass sich Menschen treffen - Betroffene und Angehörige, um sich über psychische Krankheiten auszutauschen, zu entstigmatisieren und enttabuisieren. Durch offenes Reden zukünftig besser helfen können. Ich habe ein neues Format an dem ich teilnehmen will und dass ich euch allen, Betroffene, Angehörige, Interessierte empfehlen kann. Vielleicht sehen wir uns da ja! :) hpe: Beratungsstelle für Angehörige psychisch Erkrankter omnibus: Plattform für Menschen auf dem Weg zur seelischen Gesundheit Leiterin und Lebens- und Sozialberaterin mit Fokus auf Menschen mit psychischer Erkrankung: ulrike.laengle@hpe.at

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